Eure Fragen ... unsere Antworten

Sicherlich ist das Cohousing Konzept, so verlockend es klingt, nicht selbsterklärend. Antworten auf die häufigsten Fragen haben wir hier zusammengestellt. Sollte Eure Frage nicht dabei sein, so bitten wir Euch, diese an an die folgende Mail-Adresse (FAQ@ermekeil-cohousing.de) zu adressieren. Unsere FAQ-Seite wird in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. So sollte also die Antwort auf Eure Frage schon bald für alle hier sichtbar sein.

0. Wo soll das Co-Housing-Projekt entstehen?
Wir möchten unser Projekt in Bonn oder Köln zentrumsnah und „mitten im Leben“ verwirklichen. Unsere Gruppe ist in Verhandlung und Gesprächen zu verschiedenen Optionen. Wir haben den Wunsch, unser Projekt möglichst zeitnah zu verwirklichen. Die bevorzugte Option wäre das Ermekeilgelände in der Bonner Südstadt, sofern es sich in absehbarer Zeit realisieren lässt.

1. Welche Gemeinschaftsflächen sind geplant?
Zwanzig Prozent der Gesamtfläche sollen von der Gemeinschaft genutzt werden. Eine Großküche sowie Essräume sind sicher geplant, da das gemeinsame Kochen und Essen im Konzept fest verankert sind. Präferenzen für die sonstigen Gemeinflächen werden zurzeit formuliert. Im Gespräch sind Spielgelegenheit für Kinder, Sportmöglichkeit (Fitnessraum, Sauna, Schwimmbad), Dachterrasse, Bibliothek, Gästezimmer und/oder Billardtisch. Die finale Ausgestaltung hängt von den räumlichen und finanziellen Gegebenheiten ab und kann erst, nachdem wir unseren genauen Lageplan kennen, genau festgelegt werden. Wir streben eine kombinierte Nutzung der Flächen an.

2. Wieviele Leute sollen im Cohousing-Projekt wohnen?
Wir planen unsere Gemeinschaft mit insgesamt 90 Erwachsenen und 30 Kindern und Jugendlichen. Die Altersstruktur soll gemischt sein, um eine Ausgewogenheit zu erlangen, aber auch, damit wir nachhaltig existieren können und nicht irgendwann „überaltern“.

3. Was ist der Unterschied zum herkömmlichen Mehrgenerationenwohnen? Oder zu den anderen Wohnprojekten?
Es gibt viele Überschneidungen mit herkömmlichem Mehrgenerationenwohnen. Unser Cohousing strebt jedoch viel stärker als andere Projekte eine gemeinsame Nutzung von Flächen, Ausstattung und Geräten sowie eine intensiv gelebte Gemeinschaft an (z.B. regelmäßiges gemeinsames Kochen etc.).
Wir kooperieren bei der Grundstückssuche und -bebauung mit anderen Wohnprojekten. Freundschaftliche Kontakte bestehen beispielsweise zu den
Wahlverwandtschaften Bonn e.V. und den Wohngefährten Bonn e.V.

4. Was kostet es, im Cohousing-Projekt zu wohnen?
Prinzipiell muss man mit denselben Kosten wie bei einem regulären Bauvorhaben rechnen. 20 % der Kosten beziehen sich auf die Gemeinflächen, 80 % auf den privaten Anteil.

5. Was passiert mit meiner Einlage, wenn ich nicht mehr mitmachen möchte?
Die Absicht einer langfristigen Bindung an das Projekt ist eine Voraussetzung für die Aufnahme. Wenn man das bereits realisierte Wohnprojekt dennoch verlassen möchte oder muss, kann man sich die Anteile an der GmbH & Co. KG auszahlen lassen. Letztere übernimmt das Eigentum. Der Auszahlungsbetrag hängt vom Wert der Einlage zum Zeitpunkt des Ausstiegs ab. Das gilt nicht für die Stammeinlage in die GmbH als Vollhafter der KG von 2.000 € pro Person. Hier werden immer nur 50 % der Einlage, also 1.000 €, zurückgezahlt.

6. Kann ich auch Mieter in dem Cohousing-Projekt werden?
Prinzipiell soll jeder Bewohner auch Miteigentümer des Hauses sein. Jedoch ist nicht zwingend notwendig, dass jeder die Wohnung, in der er wohnt, vollständig zahlt. Wenn Miteigentümer mehr zahlen können, als der Anteil Ihrer Wohnung kostet, so kann es auch Miteigentümer geben, die weniger zahlen, als die Wohnung, in der sie leben, kostet. Eine – wenn auch geringe – Mindesteinlage jeder Wohnpartei ist Voraussetzung.

7. Welche Altersstruktur hat die Cohousing-Gruppe zurzeit und welche Altersgruppen werden gezielt gesucht?
Zurzeit befinden sich in der Gruppe hauptsächlich Personen mittleren und höheren Jahrgangs. Wir suchen gezielt nach jungen Familien (gerne auch alleinerziehend) oder Jungen Paaren/Singles. Aber auch für andere Altersstufen haben wir noch Kapazitäten offen.

8. Wird das Gebäude behindertengerecht sein?
Wir streben eine weitestgehende Barrierrefreiheit an. Das bedeutet, dass alle Gemeinschaftsräume barrierefrei erreichbar sein werden. Vollständig behindertengerecht gemäß baulichen Vorgaben streben wir nicht um jeden Preis an, da der wohnliche Charakter des Gemeinschaftshauses uns sehr wichtig ist.

9. Wann wird der Einzug stattfinden?
Wir streben an, 2016 ein Grundstück zu erwerben. Die Planungs- und Bauzeit veranschlagen wir mit circa zwei Jahren bis zum Einzug.

10. Gibt es noch andere Wohninitiativen die das Ermekeil Karree nutzen möchten?
Ja. Unser Vorhaben ist eng verzahnt mit dem Ermekeilinitiative e.V.
Dessen Mitglieder engagieren sich bereits seit über acht Jahren für die zivile Nutzung des Areals und haben durch ihr Engagement wesentliche Grundlagen für Kultur und wohnen in Zukunft geschaffen. Daran angegliedert sind weitere Wohnprojekte anderer
Ausrichtung, mit denen wir uns intensiv austauschen und zusammen arbeiten.